[Rezension] Ich kam mit dem Wüstenwind - Michaela und Elaine DePrince

Sonntag, 13. März 2016





ICH KAM MIT DEM WÜSTENWIND
Deutsche Ausgabe
Seiten: 272
Erschienen: September 2014
Taschenbuch: 12,99€
Band: Einzelband




   KLAPPENTEXT

Die wahre Lebensgeschichte einer Top-Ballerina

Sie ist 19 und erzählt davon, dass Träume wahr werden können. Michaela DePrince wächst im kriegszerrütteten Sierra Leone in einem Waisenhaus auf. Sie ist dort »Nummer 27«, wegen der Flecken auf ihrer Haut geächtet als »Teufelskind«. Als sie mit vier ein vergilbtes Magazincover mit dem Bild einer Ballerina findet, gibt es ihr Hoffnung: Sie will so werden wie diese strahlende Frau im Tutu. Dann wird sie überraschend in die USA adoptiert, wächst behütet und geliebt auf. Mit fünf erhält sie erste Ballettstunden, später Stipendien für die renommiertesten Ballettschulen der USA. Mit dem Dokumentarfilm »First Position« tanzt sie sich 2012 in die Herzen der Menschen – und zählt heute zu den Top-Nachwuchsballerinas der Welt. Mit farbigen Fotos im Innenteil.

COVER

Gefällt mir! :)

MEINE MEINUNG

"First Position" ist einer meiner Lieblingsfilme und definitiv die beste Dokumentation über Ballett, die ich bisher gesehen habe. Seitdem ich im Kino war, interessieren mich diemitwirkenden Balletttänzer und ich als ich erfuhr, dass Michaela DePrince ihre Biografie geschrieben hat, war sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss!

Nun habe ich es also gelesen und ich bin durchaus begeistert! Michaelas Weg war definitiv kein leichter und es ist umso beeindruckender, dass sie es von einem hungernden Waisenmädchen in Sierra Leone zu einer Profiballerina geschafft hat.
Das Erzähltempo ist sehr angenehm, das Buch ist schnell gelesen und der Schreibstil ist einfach, aber dennoch gut. Der Aufbau ist meist chronologisch, zuerst wird von Michaelas Leben in Sierra Leone erzählt, dann die Anfänge ihrer Ballettkarriere in den USA und später wie sie mit Hilfe von First Position weltbekannt wurde. Dabei geht es natürlich nicht immer nur um das Ballett, sondern auch um ihre familiären Probleme, Freuden des Alltags und an vielen Stellen auch um Rassismus, welches gerade in der Ballettwelt ein sehr großes Thema ist.
Michaela reflektiert sehr viele Sachen, so dass es nicht nur ein stumpfes Aufzählen ihres Lebens ist, das hat mir sehr gefallen.
Die einzige negative Anmerkung, die ich habe, sind ein paar Zeitsprünge während des Erzählens, die leider keinen Aufschluss über das Jahr und/oder Michaelas Alter geben. Diese sind aber selten, so dass ich das Buch an alle ballettinteressierten Leser uneingeschränkt weiterempfehle!


Und solltet ihr den Film "First Position" noch nicht kennen: Auch unbedingt ansehen!


10/10

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