[Rezension] Der Märchenerzähler - Antonia Michaelis

Mittwoch, 6. März 2013

Der Märchenerzähler
Quelle: http://www.oetinger.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1242895/14495/17166/Autor/Antonia/Michaelis/Der_M%E4rchenerz%E4hler.html

Deutsche Ausgabe

Seiten: 448
Erschienen: Februar 2011
Gebunden: 16,95€
Taschenbuch: 8,99€
Band: Einzelband


Inhalt

Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und ein zu Herzen gehende Liebesgeschichte lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich - eine ganz neue Antonia Michaelis.


Cover

Ich finde dieses Cover einfach genial. Es ist so mystisch! Und passt dazu noch perfekt zum einfach spitzenmäßigen Trailer.



Meine Meinung

Hmm... also, ich hatte irgendwie mit etwas Fantasymäßigem gerechnet (keine Ahnung, warum) und war deshalb ziemlich überrascht, als ich festgestellt habe, dass es sich um einen Thriller handelt (steht ja auch nur hinten drauf, aber egal xD). Aber nichtsdestotrotz finde ich dieses Buch einfach genial! 
Die Atmosphäre, die Antonia Michaelis schafft, ist düster und kalt (auch wegen des Winters), aber auch liebevoll. Das Düstere und Kalte sind die Morde, die im Umfeld Abels passieren, aber auch die Unnahbarkeit Abels. Liebevoll ist das Märchen, das Abel seiner Schwester Micha erzählt. Und auch Abel ist voller Liebe zu Micha.
Ich fand es spannend, mitzuverfolgen, wie sich Anna und Abel näher kommen, sich entfremden und wieder zu einander finden. Okay, Anna ist ein bisschen sehr naiv. Einige mag das stören, mich hat es nicht so sehr gestört. Abels Handlungen mag man zu Beginn vielleicht nicht verstehen, doch nach dem Lesen dürfte vieles davon nachvollziehbar sein.
Über Micha brauchen wir gar nicht erst reden! Die ist einfach super süß und perfekt. :)
Wen ich hingegen "komisch" fand, war Gitta, Annas "beste Freundin". Wer nennt seine Freundin bitteschön ständig "mein Kind"? Und wer redet denn AUSSCHLIEßLICH über Jungs? Es gibt doch auch andere Sachen im Leben, die wichtig sind und über die man mit seiner Freundin spricht. Die weiteren Charaktere fand ich gut, sie passten zur Geschichte.
Den Schreibstil fand ich abgehackt. Kurze, direkte Sätze. Keine Bandwurmsätze. Aber genau dieser Stil passte perfekt zum Buch. Geschockt war ich über den ersten Satz: "Blut. Überall war Blut." Und zwar, weil ich da schon der Meinung war, dass dieses Buch einfach gut werden muss. Und das ist es dann ja auch geworden.
Total super fand ich die "blaue Luft" und alles "steril abwaschbare". So einfache Sachen und doch bleiben sie einem nach dem Lesen im Gedächtnis... 
Genauso wie dieses absolut wunderbare Märchen, das Abel erzählt. Es ist wunderschön und traurig zugleich. Und es ist echt der Hammer, wie Antonia Michaelis es schafft, die Wahrheit in dieses Märchen zu packen. Hut ab!
Ein wunderschönes, trauriges Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehle!


9/10

Kommentare:

  1. Das Buch steht jetzt glaube ich schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste^^ Klingt aber auch sehr berührend und nach einer tollen Atmosphäre. Es sollte definitiv bald mal bei mir ins Regal einziehen xD

    LG Filo

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  2. ...deine Begeisterung für das Buch konnte ich förmlich lesen :-) sehr schön beschrieben!

    LG

    Kay

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    1. Vielen Dank!
      Und danke fürs Leserwerden. :)

      Liebe Grüße! :)

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